Diese Woche stellen wir Ihnen Übungen aus dem Buch „Act crative - Effektive Tools für Beratung, Coaching, Psychotherapie und Superversion“ vor.

Sie brauchen eine zündende Idee für Ihre nächste Stunde? Wir haben diese Woche einige Beispiele für Sie.

Bild 5-4-3-2-1-Technik

 

Übung 1

DIE 5-4-3-2-1-TECHNIK

Worum geht es?

Die Übung schärft die Wahrnehmung einer Person. Sie fördert die Achtsamkeit für das eigene Erleben der Umwelt.

Für wen?

                        Einzelpersonen, Paare, Gruppen

                        Einzelcoaching, Therapiesitzung, Beratungsgespräch

                        Partnerübung in einer Gruppe, Paarberatung, Paartherapie

                        Aus- und Weiterbildungsgruppen, Selbsterfahrungsgruppen, Therapiegruppen

                        Gruppencoaching

                        Supervision

 

Wozu?

                        Steigerung der Achtsamkeit

                        Erwärmung für eine Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung

                        Beruhigung, innere Fokussierung

                        Reduzieren von Angst und Aufregung

                        Unterbrechung von Grübelkreisläufen und emotionaler Instabilität

 

Wie lange?

                        Gesamtdauer 5 – 30 Minuten (abhängig von der Dauer der Nachbesprechung)

Was ist genau zu tun?

Die Person fixiert mit den Augen einen beliebigen Punkt vor sich.

Folgende Instruktion ist hilfreich: »Bitte fixieren Sie den von Ihnen ausgewählten Punkt während der ganzen Übung. Sie brauchen nichts zu sagen. Gehen Sie nun mit Ihrer Wahrnehmung zu fünf Dingen, die Sie sehen (›Ich sehe a, ich sehe b, . . .‹), und benennen Sie diese in Gedanken. Die Augen bleiben dabei auf dem eingangs fixierten Punkt. Benennen Sie danach fünf Geräusche, die Sie hören (›Ich höre . . .‹), zuletzt fünf Körperwahrnehmungen (›Ich spüre. . .‹). Lassen Sie sich für diesen Prozess Zeit, danach gehen Sie die Übung noch einmal durch mit jeweils vier Dingen, Geräuschen, Körperwahrnehmungen, dann mit drei, dann zwei, zuletzt nur noch mit einer Wahrnehmung. Zum Schluss lösen Sie Ihre Aufmerksamkeit von dem fixierten Punkt und strecken sich kurz.«

Was kommt dabei heraus?

Formal: »Wie ging es Ihnen während der Übung? Wie gut ist es Ihnen gelungen, Ihre verschiedenen Aufmerksamkeitsqualitäten abzurufen?«

Wann passt es?

Hier passt es:

Wenn eine Person mit ihrer Aufmerksamkeit sehr in inneren Prozessen verhaftet ist und sich davon nur schwer lösen kann (Grübeln, Aufregung, Anspan­nung, Unruhe, Angst)

Wenn eine Gruppe mit ihrer Wahrnehmung zu sehr bei den anderen ist oder darüber in Aufregung gerät

Hier besser nicht: Keine Einschränkungen bekannt

 

Was wird benötigt?

                        Keine speziellen Voraussetzungen.

 

Weitere Übungen finden Sie im Buch:

Act creative!