Tagebuch für die Liebe

Wie Liebe und Partnerschaft lebendig bleiben, wollen Psychologen der Universität Jena anhand eines Online-Tagebuchs für Paare ermitteln.

Bild Studie Onlinetagebuch

Bild: Anne Günther / FSU

Dass im Alltag die Liebe ab und an zu kurz kommt, ist kein Geheimnis. Zwar steht mit dem Frühling die Jahreszeit bevor, die immer wieder mit einem Gefühlshoch einhergeht, doch gerade für Paare, die über die erste Phase des „Verliebtseins“ hinaus sind, können die Herausforderungen des Alltags die Beziehung negativ beeinflussen. Stress bei der Arbeit, die Versorgung der Kinder oder das Erledigen von Einkäufen – jeder kennt Situationen, die die eigenen Nerven beanspruchen und die Laune trüben. Das wirkt sich oft auch auf die Partnerschaft aus. Die Psychologin Dr. Christine Finn von der Friedrich-Schiller-Universität Jena geht deshalb der Frage nach, wie Liebe und Partnerschaft lebendig bleiben können. Dafür startet die Wissenschaftlerin vom Fachbereich Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik nun eine Online-Befragung von Paaren, die schon länger als einen Monat eine Beziehung führen.

In einem Forschungsprojekt entwickelte Finn das „LiebesTagebuch“. In ihm sollen täglich schöne Momente mit dem Partner oder der Partnerin festgehalten werden. „Sei es der Kaffee am Morgen oder eine nette Nachricht per SMS, über welche Geste sich die Tagebuchschreiber gefreut haben, ist letztlich ganz ihnen überlassen. Es geht darum, die positiven Dinge des Tages in Verbindung mit dem Partner oder der Partnerin zu reflektieren“, so Dr. Christine Finn.

Zur Prüfung der Wirkung dieses Tagebuchs führen die Psychologin und ihre Mitarbeiterin Vivian Wendt eine zweiwöchige Onlinestudie durch, für die noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht werden. In der Studie werden zwei Gruppen miteinander verglichen: Die erste Gruppe erhält für 14 Tage täglich einen Link zum LiebesTagebuch und wird zudem zu Beginn und am Ende der Studie zu Person und Partnerschaft befragt. Die Teilnehmer der zweiten Gruppe starten mit dem LiebesTagebuch erst nach den beiden Befragungen und einer Wartezeit von ebenfalls zwei Wochen. Die Einteilung erfolgt per Zufallsprinzip. Für die Befragungen ist etwa eine halbe Stunde geplant, der Tagebucheintrag selbst wird lediglich etwa eine Minute in Anspruch nehmen. Alle Daten werden anonymisiert. Sechs Monate nach Abschluss der Studie werden Dr. Finn und ihre Mitarbeiter noch einmal die Erfahrungen mit dem LiebesTagebuch abfragen.

Unter allen Teilnehmern werden fünf Gutscheine für ein romantisches Candle-Light-Dinner sowie fünf Skype-Diagnostik-Stunden mit einem erfahrenen Paartherapeuten verlost. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer Rückmeldung über die Studienergebnisse.

Weitere Informationen zur Studie und die Registrierung sind zu finden unter:
https://www.soscisurvey.de/liebestagebuch2016/?q=Einladung

Kontakt:
Dr. Christine Finn, Vivian Wendt
Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstraße 11, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945163
E-Mail: christine.finn[at]uni-jena.de, vivian.wendt[at]uni-jena.de