Fehler Nr. 3: Sie beziehen den Klienten nicht in die Festlegung der Sitzungsagenden ein

Fehler3

Eine kooperative Beziehung beginnt und endet nicht mit der Festsetzung der Ziele und des Handlungsablaufs. Wer die Klienten zu Beginn jeder Sitzung fragt, worauf sie sich konzentrieren oder woran sie arbeiten möchten, bietet ihnen an, sich wieder aktiv in die Therapie einzubringen. Auf diese Weise werden außerdem die Therapieziele immer wieder aktualisiert und den Fortschritten der Therapie angepasst. Diese Aktualisierung erhöht nachweislich die Klientenzufriedenheit, baut Stress ab und erhöht die Erfolgserwartungen. Hoyt, Xenakis und Marmar (1983) haben beispielsweise festgestellt, dass Klienten eine Sitzung eher als »gute Therapiestunde« bewerteten, wenn die Behandlungsziele und die Ansätze der Problemlösung mit ihnen besprochen wurden.

 

Den Fehler vermeiden

1. Setzen Sie zu Beginn jeder Sitzung die Ziele fest und vermeiden Sie die Tendenz, das Ziel einfach als unausgesprochene, stillschweigende Übereinkunft »auftauchen« zu lassen. Sprechen Sie immer aus, was das Ziel ist, ganz gleich, wie offenkundig es zu sein scheint, und überprüfen Sie, ob Übereinstimmung besteht.

2. Bevor Sie den Klienten nach dem konkreten Ziel befragen, notieren Sie sich, was Sie als Therapeut gerade für das angestrebte oder anzustrebende Ziel halten

3. Erkennen Sie, dass für manche Klienten eines der wichtigsten Ziele sein kann, ein Ziel zu entwickeln. Solche Klienten formulieren häufig mehrdeutige, äußerst komplexe Ziele oder verschieben den Fokus die ganze Sitzung hindurch von einem Problem zum anderen. Bei solchen Klienten können Sie ein »Brainstorming«-Verfahren anwenden, bei dem Therapeut und Klient beide Ideen auswerfen und die Sammlung dann nach Priorität ordnen.


Die Tipps stammen aus dem Buch "Was Therapeuten falsch machen"

Buchdeckel „978-3-608-94582-9

 

Teil 1

Teil 2