Mit Hinblick auf den kürzlich stattgefundenen Boys’ & Girls’ Day am 26. April 2018 hat der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) auf die sinkenden Zahlen an männlichen Studierenden der Psychologie hingewiesen.

zwei Menschen auf dem Sofa

Laut des BDP sind circa 75 Prozent aller Psychologie-Studierenden weiblich. Damit seien Männer unterrepräsentiert, weshalb der Verband ein gesellschaftliches Umdenken fordert: “Anders als in vielen anderen Fächern sind in der Psychologie Maßnahmen zur Erhöhung des Männeranteils sinnvoll, um eine Ausgewogenheit der Geschlechter im Beruf sicherzustellen”, erklärte BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. In der Psychotherapie lesen sich die Zahlen noch drastischer. Laut Bundespsychotherapeutenkammer sind die Mitglieder im Alter unter 35 Jahren zu 91 Prozent Frauen. Das sei vor allem dahingehend problematisch, da auf der einen Seite die Zahl der hilfesuchenden Männer steige, auf der anderen Seite die Zahl der männlichen Psychotherapeuten jedoch ständig sinke.


Einzelne Berufsfelder dürfen nach Ansicht des BDP nicht zu sehr von dem ein oder anderen Geschlecht ausgefüllt werden, weshalb sich der Verband dafür einsetzen möchte die Psychologie für Männer und Frauen wieder gleichermaßen attraktiv zu machen. Die Psychologie zählt zu den zehn beliebtestens Studienfächern in Deutschland und habe sich somit zu einer der Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts entwickelt, wie der Wissenschaftsrat in Bezug auf die Perspektiven der Psychologie in Deutschland veröffentlichte. Der Boys’ Day ist deshalb in den Augen des BDP bereits ein guter Anlass, jungen Männern den Beruf des Psychologen näherzubringen.

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